Unsere Veranstaltungen

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Gedenkveranstaltung
Montag, 9. November 2026, 17.00 Uhr
Gedenkveranstaltung am Standort
der ehemaligen Synagoge, Turnerstraße 5,
und anschließend im Großen Saal des Neuen Rathauses


Zur Erinnerung an den Judenpogrom in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 richtet die Stadt Bielefeld zusammen mit Bielefelder Schulen, der Jüdischen Kultusgemeinde, der Evangelischen und Katholischen Kirche, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft diese jährliche Gedenkveranstaltung aus.

Foto: Stadtarchiv Bielefeld Bestand 400,3 /Fotosammlung, Nr. 14-902-41

Dienstag, 17. November 2026, 19 Uhr
“Die neue autoritäre Linke”
Nicholas Potter
VHS, Historischer Saal, Ravensberger Park 1


Sie gibt sich progressiv, tritt aber seit dem Angriff der Hamas auf Israel zunehmend demokratiefeindlich auf: die neue autoritäre Linke. Mit dogmatischem Eifer deutet sie radikalislamistische terroristische Gewalt zum dekolonialen Widerstand um. Propaganda und Desinformation autokratischer Regime oder zweifelhafter „Alternativmedien“ nimmt sie bereitwillig auf. Wer widerspricht, gilt schnell als Feind, gegen die Presse schürt sie Hass bis hin zu Mordaufrufen.
Nicholas Potter ist Journalist und Redakteur bei der “taz”. Seine Artikel sind auch in Zeitungen wie dem “Tagesspiegel” und der “Jüdischen Allgemeinen” erschienen, im Ausland u.a. in “The Guardian” und “Haaretz”. 2024 wurde er für den Theodor-Wolff-Preis, 2025 für den Deutschen Reporter:innenpreis nominiert.

Veranstalter:
VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG, dem BgA und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Foto: Olga Blackbird

Vortrag und Gespräch
Mittwoch, 25. November 2026, 19 Uhr
Biographische Miniaturen
“Die Denkerin”
Hannah Arendt und ihr Jahrhundert
Susanne Heim
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1


Hannah Arendt ist die Denkerin des 20. Jahrhunderts. In ihren Schriften wie in ihrem Leben spiegeln sich die tiefgreifenden Erschütterungen dieser Zeit: Aufstieg und Fall totalitärer Regimes, Flucht- und Fremdheitserfahrungen, aber auch hoffnungsvolle Neuanfänge prägten ihr gesamtes Denken. Doch Arendt wollte nicht nur berichten und bezeugen, sondern begreifen. Wie keiner zweiten gelang es ihr, die radikalen Brüche, existenziellen Verlusterfahrungen und unverhofften Chancen des dramatischen 20. Jahrhunderts zu verstehen – und zu leben.

Grit Straßenberger ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Veranstalter:
VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG, dem BgA und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Foto: Barbara Niggl Radloff

Vortrag und Gespräch
Freitag, 27. November 2026, 19 Uhr
“Die Abschottung der Welt”
Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen
Susanne Heim
VHS, Murnau-Saal, Ravensberger Park 1


In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Susanne Heim hat erstmals systematisch untersucht, welche perfiden Barrieren die freien Länder der Welt gegen die Flüchtlinge errichteten. Ihr anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht gelang – bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte.
Nach dem Vortrag von Prof. Heim wird sie in einem Gespräch mit Prof. Morina das Thema vertiefen.

Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, war Projektleiterin der wissenschaftlichen Edition “Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 bis 1945”, Gastprofessorin in Wien und hat an einschlägigen Institutionen und Archiven in Jerusalem, Washington, Cincinnati und New York geforscht.
Christina Morina ist Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld.

Veranstalter:
VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG, dem BgA und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“
Foto: Adrienne Gerhäuser

Jede Ermordete, jeder Ermordete hat einen Namen
Namenslesung am 85. Jahrestag der Deportation von Bielefeld nach Riga
Sonntag, 13. Dezember 2026, 13.00 Uhr,
Mahnmal vor dem Hauptbahnhof Bielefeld


I420 jüdische Kinder, Frauen und Männer aus ganz Ostwestfalen, Lippe und Schaumburg-Lippe wurden am 13. Dezember 1941 von Bielefeld nach Riga deportiert. Es war die erste Deportation vom Bielefelder Bahnhof in die Ghettos und Vernichtungslager des Ostens.
Wir lesen die Namen der Ermordeten dieser Deportation und erinnern mit Berichten von Überlebenden an ihre letzten Lebenszeichen aus dem Ghetto von Riga,
dem Wald von Bikernieki, Salaspils, Jungfernhof, Kaiserwald, Strasdenhof, Stutthof, Buchenwald, Dachau und am Ende eines langen Todesmarsches aus Neustadt/Holstein.
Jede(r) ist herzlich eingeladen, an der Lesung teilzunehmen, spontan eine Seite vorzulesen oder einfach nur zuzuhören.
Initiative Mahnmal / Friedensgruppe der Ev. Altstädter Nicolaigemeinde
Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld Beit Tikwa K.d.ö.R.
Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Bielefeld
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld
Ev. Kirchenkreis Bielefeld
Schirmherrschaft: Dr. Christiana Bauer, Oberbürgermeisterin Bielefeld der Universität Bielefeld.

Bereichernde interreligiöse

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