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Vortragsreihe “Denken über Antisemitismus”


Referent: Michael Girke
Volkshochschule Bielefeld, Raum 240, Ravensberger Park

Die Reaktionen auf den Überfall der Hamas auf Israel und die Tatsache, dass Juden in Deutschland nicht mehr sicher leben können, zeigen, dass das Ausmaß des Antisemitismus immer noch erschreckend ist. Viele bedeutende Denkerinnen und Denker haben über die Ursachen dieses Phänomens nachgedacht – mit aufsehenerregenden, viel diskutierten und bis heute aktuellen Resultaten. In dieser Reihe werden die wichtigsten Antisemitismus-Kritiker und ihre Bücher vorgestellt.
1) Hannah Arendt – Die Banalität des Bösen
2) Jean Améry & Primo Levi – Der ehrbare Antisemitismus
3) Theodor Adorno/Max Horkheimer – Das Gerücht über die Juden
4) Sigmund Freud & Aby Warburg – “Die Seele, die Kunst und der Antisemitismus”
5) Moishe Postone – Nationalsozialismus und Antisemitismus
6) Jeffrey Herf – Antisemitismus der heutigen Zeit
Termine: wöchentlich mittwochs 18.15 – 19.45 Uhr, ab 4. März 2026 bis zum 29. April 2026
Veranstalter:
VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG, dem BgA und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Ausstellung
HerStories. Geschichten jüdischer Frauen des 20. Jahrhunderts
Dienstag, 10. März bis Donnerstag, 30. April 2026
Haus der Kirche, Großer Saal,
Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld


Die Ausstellung HerStories beleuchtet die europäisch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts aus dem Blickwinkel von sieben jüdischen Frauen aus Deutschland, Polen, Griechenland, Spanien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien.
Auf den Spuren dieser sieben Jüdinnen wird das gesamte 20. Jahrhundert nachgezeichnet: von den ersten Jahrzehnten über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust bis hin zur Nachkriegszeit.
Die sieben Interviewpartnerinnen erzählen ihre Geschichten vom Aufwachsen in jüdischen Familien vor dem Krieg, vom Verliebtsein, vom Schulbesuch – von alltäglichen Hoffnungen und Herausforderungen.
Zusammengefasst zeichnen diese individuellen Geschichten ein vielfältiges Bild vom Leben jüdischer Frauen – und von der europäischen Geschichte – im 20. Jahrhundert.
Mit Vorträgen von:
Dr.in Gisela Hack-Molitor am Di., 10. März 2026 um 19.00 Uhr
zu “Lotte Paepcke: Als Jüdin im Nachkriegsdeutschland” und
Gisbert Strotdrees am Do., 16. April 2026 um 19.00 Uhr
zum Thema: “Jüdische Frauen in Westfalen”.

Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Erwachsenenbildung und dem Schulreferat Ev. Kirchenkreis Bielefeld

Vortrag und Diskussion
Dienstag, 14. April 2026, 19 Uhr
“Antisemitismus und die AFD”
Referent: Stefan Dietl
Volkshochschule Bielefeld, Murnau-Saal, Ravensberger Park


Stefan Dietl beschreibt den Antisemitismus als wesentliches Ideologieelement und Welterklärungsmodell der AfD. Dabei nimmt er die verschiedenen Erscheinungsformen des Judenhasses in der Partei ebenso unter die Lupe wie die Versuche der AfD, sich als Bollwerk gegen Antisemitismus und Fürsprecherin Israels zu inszenieren. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die angebliche Tabuisierung des Judenhasses in der deutschen Gesellschaft und auf die Renaissance des Antisemitismus im öffentlichen Raum.
Stefan Dietl ist Publizist und schreibt regelmäßig zu gewerkschafts-, sozial- und wirtschaftspolitischen Themen.

Veranstalter: VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Vortrag und Gespräch
Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr
“Jüdische Frauen in Westfalen”
Referent: Gisbert Strotdrees
Haus der Kirche, Großer Saal,
Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld


Seit Jahrhunderten lebten vielerorts in den Dörfern und Städten Westfalens Jüdinnen und Juden, meist als Familien und zusammengeschlossen in eigenständigen Gemeinden. Die Geschichte der Minderheit ist recht gut erforscht. Über Jüdinnen in Westfalen allerdings ist noch immer recht wenig bekannt. Gisbert Strotdrees, Historiker und Journalist, widmet sich dem Thema am Beispiel einiger Biographien aus der Region. Vorgestellt werden unter anderem 
– die Kauffrauen Sybilla Francken und Freuchen von Hamm, 
– die Waisenhausgründerin Fanny Nathan aus Paderborn, 
– Emma Grünwald aus Pömbsen und das „Lebensbild einer Dorfjüdin“, 
– die Landmaschinen-Unternehmerin Katharina Kemper aus Rietberg, 
– Jeanette Wolff, aus Bocholt stammende Politikerin und langjährige Vize-Vorsitzende des Zentralrates der Juden. 

Gisbert Strotdrees, geboren 1960 in Harsewinkel, ist Journalist und Historiker. In seinen Veröffentlichungen beschäftigt er sich vorrangig mit der Alltagskultur, Agrar- und Sozialgeschichte in Westfalen und Nordwestdeutschland. Er hat Geschichte und Germanistik in Münster und Bielefeld studiert und war Redakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben sowie Lehrbeauftragter an der Universität Münster. 
2024 ist sein Buch „Jüdisches Landleben – vergessene Welten in Westfalen“ erschienen. Für dieses Buch wurde er im Oktober 2024 mit dem Geschichtspreis des Kreises Warendorf ausgezeichnet.

Foto: Farina Schildmann/Landwirtschaftsverlag Münster

Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Ev. Erwachsenenbildung und dem Schulreferat Ev. Kirchenkreis Bielefeld

Vortrag und Diskussion
Dienstag, 28. April 2026, 19 Uhr
“Über Künstliche Intelligenz, Rassismus und Antisemitismus”
Volkshochschule Bielefeld, Murnau-Saal, Ravensberger Park


Unser zukünftiges Leben soll von der Künstlichen Intelligenz revolutioniert werden. Aber wer profitiert von der gewonnenen Effizienz und für wen wird Künstliche Intelligenz zu einer echten Gefahr? Welche Konsequenzen wird es für die Demokratie und die offene, vielfältige Gesellschaft geben? Und wird KI künftig auch für jene von Nutzen sein, die heute von Diskriminierung, menschenfeindlicher Gewalt und gesellschaftlichen Ausschlüssen betroffen sind?

Veranstalter: VHS gemeinsam mit der Bildungsstäte Anne Frank, der GCJZ, der DIG und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Lesung
Donnerstag, 9. Juli 2026, 19 Uhr
“Sich fragen heißt lügen: Erich Mühsam”
Ulrich Kirchhoff und Holger Jenrich
Ev. Stiftskirchengemeinde Schildesche
Johannisstr. 13, 33611 Bielefeld
Eintritt frei


Er war Schriftsteller und Publizist, Jude und Revolutionär, Antimilitarist und Anarchist.
Den Nationalsozialisten war Erich Mühsam verhasst. Sie verbrannten seine Schriften und ermordeten ihn im Konzentrationslager Oranienburg.
Heute sind seine spitzzüngigen Verse, seine kämpferischen Schriften und sein politisches Wirken nur noch Wenigen bekannt.
Ulrich Kirchhoff und Holger Jenrich wollen das ändern. Zum Jahrestag seines Todes – die Nazis machten seinem Leben am 10. Juli 1934 ein Ende – erlauben sie sich eine Verbeugung vor Erich Mühsam mit Gedichten, Gesang und politischer Propaganda.

Ulrich Kirchhoff, lange Jahre Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und Dozent in der Erwachsenenbildung für Philosophie und Literatur. Lebt in Lüchow-Dannenberg
Holger Jenrich, gelernter Tageszeitungsredakteur, Buchautor und Publizist. Lebt in Hannover und Lüchow-Dannenberg
Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Stiftskirchengemeinde Schildesche

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