Unsere Veranstaltungen

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Vortragsreihe “Denken über Antisemitismus”


Referent: Michael Girke
Volkshochschule Bielefeld, Raum 240, Ravensberger Park

Die Reaktionen auf den Überfall der Hamas auf Israel und die Tatsache, dass Juden in Deutschland nicht mehr sicher leben können, zeigen, dass das Ausmaß des Antisemitismus immer noch erschreckend ist. Viele bedeutende Denkerinnen und Denker haben über die Ursachen dieses Phänomens nachgedacht – mit aufsehenerregenden, viel diskutierten und bis heute aktuellen Resultaten. In dieser Reihe werden die wichtigsten Antisemitismus-Kritiker und ihre Bücher vorgestellt.
1) Hannah Arendt – Die Banalität des Bösen
2) Jean Améry & Primo Levi – Der ehrbare Antisemitismus
3) Theodor Adorno/Max Horkheimer – Das Gerücht über die Juden
4) Sigmund Freud & Aby Warburg – “Die Seele, die Kunst und der Antisemitismus”
5) Moishe Postone – Nationalsozialismus und Antisemitismus
6) Jeffrey Herf – Antisemitismus der heutigen Zeit
Termine: wöchentlich mittwochs 19 Uhr, ab 4. März 2026 bis zum 29. April 2026
Veranstalter:
VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG, dem BgA und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Vortrag und Konzert “Gioachino und Giacomo – eine Komponistenfreundschaft in Paris”
Samstag, 7. März 2026, 19 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle, Kleiner Saal
Eintritt frei


Den gut halbstündigen Vortrag über das Verhältnis zwischen Giacomo Meyerbeer (1791 – 1865) und Gioachino Rossini (1792 – 1868) hält die Musikwissenschaftlerin Dr. Martina Friedrichs. Beide Komponisten, der eine italienisch-katholisch, der andere deutsch-jüdisch, lebten im 2. Drittel des 19. Jahrhunderts in Paris und haben das europäische Musikleben maßgeblich beeinflusst. 
Im Anschluss an den Vortrag spielt die 1994 in Ankara geborene Komponistin und Pianistin Cagla Gürsoy hochvirtuose Opernparaphrasen für Klavier von Henri Herz, Sigismund Thalberg, Franz Liszt und Jules Massenet nach Werken von Rossini und Meyerbeer. Diese vier Komponisten waren zur gleichen Zeit wie Meyerbeer und Rossini in Paris ansässig und Sterne am Himmel der Musik. Diese Art Musik ist ein Genuss ersten Ranges, aber in Konzerten der Gegenwart kaum noch zu hören und dürfte bei allen Musikbegeisterten auf großes Interesse stoßen.
Veranstalter: Deutsche Rossini-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Festveranstaltung „Woche der Brüderlichkeit“
Sonntag, 8. März 2026, 11.30 Uhr
“Schulter an Schulter miteinander”
Neues Rathaus, Großer Sitzungssaal


Grußwort: Oberbürgermeisterin Christina Bauer
Vortrag: Rabbinerin Natalia Verzhbovska
im Anschluss: Empfang

Lesung
Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
“Lotte Paepcke:
Als Jüdin in Nachkriegsdeutschland”
Referentin: Giesela Hack-Molitor
Haus der Kirche, Großer Saal,
Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld


Lotte Paepcke (1910–2000) wuchs in Freiburg in einer liberalen jüdischen Familie auf, der Vater war Stadtrat, sie selbst studierte Jura – bis zur Zäsur 1933. Was mit der Naziherrschaft über die Familie hereinbrach, beschrieb sie in später preisgekrönten Büchern. Kaum bekannt ist, dass sie die frühen Wirtschaftswunderjahre mit klugen, pointierten Texten für Rundfunk und Zeitschriften begleitete. In anschaulichen Studien zu Rollenmustern, zu Geschäftigkeit und materieller Fixiertheit sowie nicht zuletzt zum Umgang mit Überlebenden des Holocaust rang sie um einen geistigen und politischen Neuanfang der jungen Republik. Ihr Einsatz für Emanzipation und Demokratie steht im Fokus dieses Buchs.
Gisela Hack-Molitor, geboren in der Pfalz und seit vielen Jahren in Marbach am Neckar zu Hause, ist Literaturwissenschaftlerin, Redakteurin und Lektorin. Ihre publizistische Arbeit konzentriert sich überwiegend auf historische Studien, im Rahmen ihrer freien Tätigkeit für die Universität Frankfurt hat sie verschiedene Arbeiten zu jüdischen Lebenswegen erstellt.
Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Erwachsenenbildung und dem Schulreferat Ev. Kirchenkreis BielefeldLotte Paepcke (1910–2000) wuchs in Freiburg in einer liberalen jüdischen Familie auf, der Vater war Stadtrat, sie selbst studierte Jura – bis zur Zäsur 1933. Was mit der Naziherrschaft über die Familie hereinbrach, beschrieb sie in später preisgekrönten Büchern. Kaum bekannt ist, dass sie die frühen Wirtschaftswunderjahre mit klugen, pointierten Texten für Rundfunk und Zeitschriften begleitete. In anschaulichen Studien zu Rollenmustern, zu Geschäftigkeit und materieller Fixiertheit sowie nicht zuletzt zum Umgang mit Überlebenden des Holocaust rang sie um einen geistigen und politischen Neuanfang der jungen Republik. Ihr Einsatz für Emanzipation und Demokratie steht im Fokus dieses Buchs.
Gisela Hack-Molitor, geboren in der Pfalz und seit vielen Jahren in Marbach am Neckar zu Hause, ist Literaturwissenschaftlerin, Redakteurin und Lektorin. Ihre publizistische Arbeit konzentriert sich überwiegend auf historische Studien, im Rahmen ihrer freien Tätigkeit für die Universität Frankfurt hat sie verschiedene Arbeiten zu jüdischen Lebenswegen erstellt.

Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Erwachsenenbildung und dem Schulreferat Ev. Kirchenkreis Bielefeld

Vortrag und Diskussion
Dienstag, 17. März 2026, 19 Uhr
“Die deutsche Presse und Israel”
Referent: Philipp Peyman Engel
Volkshochschule Bielefeld, Murnau-Saal, Ravensberger Park


Es ist keine neue Erkenntnis, aber nach dem 23 Oktober 2023 schmerzt sie noch mehr als sonst: Wenn es um Israel geht, verrutschen vielen Journalisten die Standards. Angriffe auf Israel werden bagatellisiert, Israel wird einseitig die Schuld zugewiesen und die Hamas, die Hisbollah und der Iran werden verharmlost. Philipp Peyman Engel analysiert schonungslos die deutschen Medien und appelliert an eine faire Berichterstattung.
Philipp Peyman Engel schrieb schon während des Studiums für Magazine, Tageszeitungen und mehrere jüdische Publikationen. Seit 2014 war er Redakteur bei der „Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung“ und seit September 2023 ist er Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen.

Veranstalter: VHS gemeinsam mit der Bildungsstäte Anne Frank, der GCJZ, der DIG und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Vortrag und Diskussion
Dienstag, 14. April 2026, 19 Uhr
“Antisemitismus und die AFD”
Referent: Stefan Dietl
Volkshochschule Bielefeld, Murnau-Saal, Ravensberger Park


Stefan Dietl beschreibt den Antisemitismus als wesentliches Ideologieelement und Welterklärungsmodell der AfD. Dabei nimmt er die verschiedenen Erscheinungsformen des Judenhasses in der Partei ebenso unter die Lupe wie die Versuche der AfD, sich als Bollwerk gegen Antisemitismus und Fürsprecherin Israels zu inszenieren. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die angebliche Tabuisierung des Judenhasses in der deutschen Gesellschaft und auf die Renaissance des Antisemitismus im öffentlichen Raum.
Stefan Dietl ist Publizist und schreibt regelmäßig zu gewerkschafts-, sozial- und wirtschaftspolitischen Themen.

Veranstalter: VHS gemeinsam mit der GCJZ, der DIG und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Vortrag und Gespräch
Donnerstag, 16. April 2026, 19 Uhr
“Jüdische Frauen in Westfalen”
Referent: Gisbert Strotdrees
Haus der Kirche, Großer Saal,
Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld


Der Historiker Gisbert Strotdrees aus Münster stellt einige markante Frauenbiographien aus Westfalen vor, von Freuchen von Hamm bis Jeannette Wolff. 
Gisbert Strotdrees ist der Autor des Buches „Jüdisches Landleben. Vergessene Welten in Westfalen“.

Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Ev. Erwachsenenbildung und dem Schulreferat Ev. Kirchenkreis Bielefeld

Vortrag und Diskussion
Dienstag, 28. April 2026, 19 Uhr
“Über Künstliche Intelligenz, Rassismus und Antisemitismus”
Volkshochschule Bielefeld, Murnau-Saal, Ravensberger Park


Unser zukünftiges Leben soll von der Künstlichen Intelligenz revolutioniert werden. Aber wer profitiert von der gewonnenen Effizienz und für wen wird Künstliche Intelligenz zu einer echten Gefahr? Welche Konsequenzen wird es für die Demokratie und die offene, vielfältige Gesellschaft geben? Und wird KI künftig auch für jene von Nutzen sein, die heute von Diskriminierung, menschenfeindlicher Gewalt und gesellschaftlichen Ausschlüssen betroffen sind?

Veranstalter: VHS gemeinsam mit der Bildungsstäte Anne Frank, der GCJZ, der DIG und der Jüdischen Kultusgemeinde, im Rahmen der Reihe „anti:semitismus. Das Gerücht über die Juden“

Lesung
Donnerstag, 8. Juli 2026, 19 Uhr
“Sich fragen heißt lügen: Erich Mühsam”
Ulrich Kirchhoff und Holger Jenrich
Ev. Stiftskirchengemeinde Schildesche
Johannisstr. 13, 33611 Bielefeld
Eintritt frei


Er war Schriftsteller und Publizist, Jude und Revolutionär, Antimilitarist und Anarchist.
Den Nationalsozialisten war Erich Mühsam verhasst. Sie verbrannten seine Schriften und ermordeten ihn im Konzentrationslager Oranienburg.
Heute sind seine spitzzüngigen Verse, seine kämpferischen Schriften und sein politisches Wirken nur noch Wenigen bekannt.
Ulrich Kirchhoff und Holger Jenrich wollen das ändern. Zum Jahrestag seines Todes – die Nazis machten seinem Leben am 10. Juli 1934 ein Ende – erlauben sie sich eine Verbeugung vor Erich Mühsam mit Gedichten, Gesang und politischer Propaganda.

Ulrich Kirchhoff, lange Jahre Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und Dozent in der Erwachsenenbildung für Philosophie und Literatur. Lebt in Lüchow-Dannenberg
Holger Jenrich, gelernter Tageszeitungsredakteur, Buchautor und Publizist. Lebt in Hannover und Lüchow-Dannenberg
Veranstalter: GCJZ gemeinsam mit der Stiftskirchengemeinde Schildesche

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