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Jüdische Kulturtage Bielefeld 02.09. - 10.10.2021

Eine Veranstaltungsreihe der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bielefeld, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft - AG Bielefeld, des Historischen Museums der Stadt Bielefeld, des Historischen Vereins der Grafschaft Ravensberg,  AG Zeitgeschichte, verschiedener Einzelakteure und der Volkshochschule Bielefeld. Gefördert durch den Verein #2021JLID - Jüdisches Leben in Deutschland, das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, das Kulturamt Bielefeld, die LWL Kulturstiftung, die Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung und die Sparkasse Bielefeld.

 

Antisemitismus. Das Gerücht über die Juden

Eine Vortragsreihe der Volkshochschule Bielefeld in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bielefeld und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft - AG Bielefeld (Veranstaltungsflyer zum Download).

 

 Vortrag und Gespräch

Solidarisch sein! Gegen Rassismus, Antisemitismus und Hass
Referent: Ahmad Mansour
Dienstag, 05.10.2021, 19.00 Uhr
Volkshochschule Bielefeld, Historischer Saal, Ravensberger Park 1
entgeltfrei

Was heißt Solidarität in Zeiten wie diesen?

Der Psychologe und Extremismus-Experte Ahmad Mansour traf am Tag nach dem Anschlag in Hanau bei einem Workshop Schülerinnen und Schüler, die sich vor Aufregung kaum konzentrieren konnten. Sie wollten reden und verstehen, was kaum zu verstehen ist.

Erfahrungen wie diese macht Ahmad Mansour häufig. Er ist vor Ort und erlebt unmittelbar, wie sich Lehrer und Eltern überfordert, Jugendliche hingegen im Stich gelassen fühlen. Wie können wir sprechen über Extremismus und Hass, über Ängste und Befürchtungen?

Solidarität ist gefragt, sowohl beim Staat als auch bei der Gesellschaft. In der Coronakrise hat sich auf beste Weise gezeigt, dass Solidarität möglich ist. Ahmad Mansour zeigt nun, was wir daraus konkret lernen können für unseren Umgang mit Rassismus und Hass. Es gilt zusammenzuhalten, Sorgen ernst zu nehmen und Empathie zu zeigen. Und es heißt auch, offener und ehrlicher über Rassismus zu sprechen als das bislang getan wird. Rassismus betrifft uns alle und somit sollten wir alle bereit sein zu einer Debatte, die frei ist von Tabus und geprägt von gegenseitiger Anerkennung und Flexibilität im Denken.

(im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Antisemitismus“, gemeinsam mit der Deutsch Israelischen Gesellschaft und der Volkshochschule)

 

Vortrag und Gespräch
700 Jahre Jüdisches Leben in Bielefeld
Bernd J. Wagner, M.A.
Donnerstag, 07.10.2021, 18.00 - 19.30 Uhr
VHS, Historischer Saal, Ravensberger Park 1
entgeltfrei

In der ca. 700-jährigen Stadtgeschichte Bielefelds werden Juden erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1345 erwähnt. Der Vortrag berichtet über jüdisches Leben in Bielefeld von den Anfängen bis in die Gegenwart, das von Duldung, Ausgrenzung, Vertreibung bis hin zur Shoa, aber auch von Akzeptanz und Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben gekennzeichnet war.

 

Ein Konzertabend mit zwei fantastischen Trios:
„Trio Picon“ und „Helmut Eisel und JEM“
Sonntag, 10.10.2021, 19.00 - 21.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
VHS, Historischer Saal, Ravensberger Park 1
entgeltfrei

Das Trio Picon (Bielefeld/Hannover) macht den Anfang und entführt die Zuhörer*innen in die facettenreiche Welt der jüdischen Lieder, gesungen wird u.a. auf Polnisch, Jiddisch und Sefardisch. Von Tango- und Theaterliedern bis hin zum Volkslied durchstreifen sie verschiedene Genres und lassen sie mit ihrer klangfarbenfrohen Instrumentierung: Tuba (Michael Zimmermann), Akkordeon/Stimme (Ramona Kozma) und Klarinette (Hannah Heuking) eindrucksvoll lebendig werden. Nicht umsonst sind sie für das Jahr 22/23 für das Programm „Musikkulturen“ des Kultursekretariats NRW ausgewählt worden.
Klassik, Jazz, Swing oder Klezmer? Helmut Eisel & JEM lassen sich so leicht in keine Schublade stecken. Der unverwechselbare Stil des Trios basiert auf der langjährigen Zusammenarbeit des Klarinettisten mit seinen kongenialen Partnern Michael Marx (Gitarre/Stimme) und Stefan Engelmann (Kontrabass), die sich in humorvollen musikalischen Tongefechten ebenso Bahn bricht wie in intim-verträumten Balladen und faszinierender Virtuosität. Helmut Eisel & JEM, das sind Spannung, Spaß und Gänsehaut pur, immer wieder einmalig!
Dabei genießt Helmut Eisel mit seiner „sprechenden Klarinette“ und der unbändigen Spielfreude seiner Improvisationen längst den Ruf eines der interessantesten und vielseitigsten Klarinettisten und Klezmermusiker auf den Konzertbühnen Europas und darüber hinaus.

 

 

2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Plakat-Kampagne „beziehungsweise: jüdisch und christlich“

„beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst.“ Unter diesem Titel haben die EKD und die Deutsche Bischofskonferenz eine Plakatkampagne gestartet. Die 12 Plakate stellen Beziehungen zwischen Judentum und Christentum am Beispiel von Gedenk,- Fest- und Feiertagen dar. Die kurzen Texte wollen Interesse am Judentum und am christlich-jüdischen Dialog wecken.

Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise: https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/

Bezugnehmend auf das Motto #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst, veröffentlicht der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) jeden Monat einen Podcast zu den Themen der Kampagne. Er steht unter folgendem Link zur Verfügung: soundcloud.com/dkrgcjz/beziehungsweise.