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Die Ausstellung "Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus" mit Begleitprogramm wird auf Mai 2022 verschoben.

 

 

 

 

 

 

 

Woche der Brüderlichkeit - Abschlussveranstaltung

Sonntag, 13. März 2020, 11.30 Uhr

Musikalische Gestaltung: Vokalensemble der Marienschule; Leitung: Günter Kunert

Anschließend Empfang

Neues Rathaus, Großer Sitzungssaal

Das Motto der Woche der Brüderlichkeit 2022 lautet „Fair Play – Jeder Mensch zählt“. Mit der Buber-Rosenzweig-Medaille werden Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt und der Verband MAKKABI Deutschland e.V. für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus ausgezeichnet.

 

Lesung und Gespräch

Antisemitismus: Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute

Peter Longerich

Mittwoch, 16. März 2022, 19 Uhr

Haus der Kirche, Markgrafenstr. 7, 33605 Bielefeld

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat nicht nur gezeigt, wie gefährlich die Lage für Juden in Deutschland geworden ist – die Debatte hat auch offengelegt, dass antijüdische Einstellungen schon lange in der Mitte der Gesellschaft existieren. Peter Longerich, renommierter Historiker und Mitautor des 2012 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, zeigt, dass wir den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nicht begreifen können, wenn wir ihn vor allem als Sündenbock-Phänomen verstehen, wie es hierzulande in Schule und Hochschule gelehrt wird. Denn der Blick in die Geschichte offenbart, dass das Verhältnis zum Judentum bis heute vor allem ein Spiegel des deutschen Selbstbildes und der Suche nach nationaler Identität geblieben ist. Ein brisantes Buch, das mitten in die aktuelle Debatte stößt.

Peter Longerich, geboren 1955, lehrte als Professor für moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und war Gründer des dortigen Holocaust Research Centre. Von 2013 bis 2018 war er an der Universität der Bundeswehr in München tätig. Er war einer der beiden Sprecher des ersten unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestags und Mitautor der Konzeption des Münchner NS-Dokumentationszentrums. Seine Bücher über die »Politik der Vernichtung« (1998) und ihre Resonanz in der deutschen Bevölkerung, »Davon haben wir nichts gewusst!« (2006), sind Standardwerke. Seine Biographien über »Heinrich Himmler« (2008), »Joseph Goebbels« (2010) und »Hitler« (2015) fanden weltweit Beachtung. Zuletzt erschienen: »Wannseekonferenz« (2016).

 

Vortrag und Gespräch

Dienstag, 22. März 2022, 19 Uhr

 Israelbezogener Antisemitismus

Erkennen – Handeln – Vorbeugen

Referentin: Prof. Dr. Julia Bernstein

VHS, Ravensberger Park, Historischer Saal

Antisemitismus ist dem gesellschaftlichen Ideal nach geächtet. Und dennoch besteht er fort und findet als »Kritik« getarnte und dadurch scheinbar legitimierte Dämonisierung Israels eine weite Verbreitung.

Julia Bernstein führt präzise in das Phänomen des israelbezogenen Antisemitismus ein und stellt diesem konkrete Handlungsempfehlungen und Argumentationshilfen entgegen. So schafft sie die Grundlage, um stereotypes Alltagswissen über den Nahostkonflikt als solches zu offenbaren, Mythen zu demaskieren – und Antisemitismus zu verunmöglichen.

Prof. Dr. Julia Bernstein hat die Professur für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Science inne.

(Veranstaltergemeinschaft)

 

Vorträge und Gespräch

Donnerstag, 24. März 2022, 17 - 21 Uhr

Pessach und Ostern – Befreiung zum Leben!

Ein Gespräch zwischen der Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg (Hameln) und der römisch-katholischen Theologin Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder (Steinfurt) mit anschließender Diskussion

Pfarrkirche Heilig Geist, Spandauer Allee 48, 33619 Bielefeld

Das christliche Osterfest und das jüdische Pessachfest sind eng verwandt – wie Geschwister und doch verschieden. 2022 feiern die Christen der Westkirche am 14. April Gründonnerstag mit dem „Letzten Abendmahl“, am 15. April beginnt das jüdische Pessachfest. Aber sind es die gleichen Feste? Welche Verbindungslinien gibt es zwischen Pessach, Abendmahl und Ostern?

Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg (Hameln) wird in das jüdische Pessachfest einführen und dabei einen besonderen Akzent auf den Sederabend legen.

Warum Ostern nur mit der alttestamentlich-jüdischen Theologie gefeiert werden kann und welche Bedeutung die Exodusgeschichte für das Verständnis und die Feier des Gründonnerstag hat, wird Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder (Steinfurt) referieren.

Im Anschluss schließt sich ein Dialog der beiden Referentinnen und eine Diskussion mit dem Publikum an.

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk kbw in Kooperation mit u.a. der GCJZ Bielefeld

 

Für diese Veranstaltung ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich an:

Kefb, Turnerstr. 4, 33602 Bielefeld

E-Mail: bielefeld@kefb.de

Homepage: www.kefb.de/bielefeld