Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Halbtagesfahrt Essen Zeche Zollverein

Donnerstag, 2. April 2020

Besuch der Ausstellung "SURVIVORS Faces of Life after the Holocaust"

Zeche Zollverein, Mischanlage

 

Treffpunkt: 12.50 Uhr in der Bahnhofshalle

Abfahrt: 12.59 Uhr mit dem Regionalexpress

Rückkehr: 19.58 Uhr an Bielefeld

Anmeldung unter Tel. 0521-3292895 oder E-Mail cjzbi@web.de.

Kein Kostenbeitrag

Der Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle „Zeche Zollverein“ bis zur Ausstellung in der Mischanlage beträgt ca. 850 Meter.

75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wird auf Zollverein die Ausstellung „SURVIVORS. Faces of Life after the Holocaust“ gezeigt. Zu sehen sind 75 eindringliche Portraits von Überlebenden des Holocaust, fotografiert von Martin Schoeller.

Menschlichkeit und Würde bewahren unter unmenschlichen Bedingungen: Diese Erfahrung steht hinter den überlebensgroßen Nahaufnahmen der 75 Überlebenden. Entstanden sind die Bilder in Jerusalem, in Yad Vashem, wo Schoeller die Portraitierten besucht und sich für die Aufnahmen sehr viel Zeit genommen hat.

„Ich bin in Deutschland aufgewachsen“, so Martin Schoeller, der seit langem in New York lebt. „In der Schule haben wir ständig über den Holocaust gesprochen. Ich bin mit dem Gefühl groß geworden, dass eine unglaubliche Schuld auf uns liegt, das hat mich die eigene Identität immer wieder hinterfragen lassen. Wie konnten Menschen aus meinem eigenen Land solche unfassbaren Verbrechen begehen? Es ist erschreckend zu sehen, wie sich der Antisemitismus momentan in Europa und anderswo erneut Bahn bricht. Mehr denn je verspüre ich daher eine große Verantwortung, gegen Antisemitismus anzugehen, wo immer ich ihn erlebe, und dazu beizutragen, dass es nie wieder so etwas wie den Holocaust geben wird. Wir sind verantwortlich für unsere Geschichte. Und ich glaube, dass wir nur dann als Menschen vorankommen können, wenn wir bereit sind, aus der Geschichte zu lernen.“

Der Blick in diese vom Leben gezeichneten Gesichter ist heute und für künftige Generationen von besonderer Bedeutung: Die Portraitierten gehören zu den letzten noch lebenden Augenzeugen. Schoellers unverstellte Fotografien sind bleibende Zeugnisse persönlicher und kollektiver Geschichte und vermitteln das Grauen des Holocaust jenseits von Worten.

(Ausstellungsflyer)